Das Gebiet

Pläne  Fotos   Vogelperspektive

 

Am Rande des Vorortes Weinsheim, südlich von Worms, liegt ein Wohngebiet mit dem Namen "Am See".

Nördlich von diesem Gebiet stehen noch die zusammenstürzenden Ruinen einer Alten Ziegelei.

Westlich der Ziegelei gelegen befindet sich ein etwa 1 ha großes Gebiet, in dem sich seit über 30 Jahren die Natur nahezu ohne Einfluss des Menschen entfalten konnte. Das Gebiet grenzt auch an das Wohngebiet "Am See" an.

Dieses Biotop beherbergt eine große Vielfalt von verschiedenen Pflanzen- und Tierarten, die auch zum Teil unter Naturschutz stehen.

Nördlich des Biotops liegt die Pintoranch, ein Pferdestall mit Koppel und Reitplatz. Zwischen dem Biotop und der Pintoranch liegt der Viehweg.

Ich wohne angenzend zum Biotop am Viehweg. Hinter dem Zaun unseres Gartens beginnt es. Ich bin hier aufgewachsen und auch meine Kinder wachsen hier auf.

Über die Zeit ist hier, südlich des "Gewerbegebietes Süd-West" ein grüner Lebensraum entstanden der wegen seiner guten Luft, seiner Ruhe und seinem Naherholungscharakter auch Spaziergänger anzieht.

Die alte Ziegelei und das Biotop wurden seiner Zeit wohl auch erworben, weil spekuliert wurde, dass diese irgendwann zu Bauland erklärt werden könnten. Jedenfalls wurde dieser Gedanke seither nicht aufgegeben, weiter verfolgt und hat dazu geführt, das nun auf diesen Gebieten und einem Feld östlich der alten Ziegelei ein Baugebiet geplant wurde. Dabei soll eine Zufahrtsstraße das Biotop zerschneiden, die alte Ziegelei abgerissen und das angrenzende Feld in Bauland verwandelt werden.

Seit mehreren Jahren regte sich Widerstand gegen dieses Vorhaben. Ungeachtet dessen wurden die Bebauungspläne seitens der Stadt Worms weiter vorangetrieben.

In verschiedenster Hinsicht erscheint dieses Bauvorhaben absurd und nur vor dem Hintergrund von Profitinteressen erklärbar.

Diese Internetseite soll den Anwohnern und der Bevölkerung von Worms über dieses Bauvorhaben informieren und Möglichkeiten der Einflussnahme aufzeigen.

Das Biotop in Worms Weinsheim soll unberührt bleiben! Dieser natürliche Lebensraum soll unbeschnitten weiterhin kraftvoll seine natürliche Lebendigkeit zum Nutzen der Menschen verströmen. Profite könnten auch im Einklang mit diesem Wunsch erzielt werden.

 

Pläne  Fotos   Vogelperspektive

 

 

 

 

Zitat aus dem Antwortschreiben der SGD Süd vom 26.04.07:

Das geplante Baugebiet gliedert sich in drei unterschiedlich vorgeprägte Abschnitte. Der westliche Bereich ist ein alterer Gehölzbestand, der sich über die Jahre zu einem wertvollen Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten entwickelt hat.Der mittlere Bereich ist eine Industriebrache mit einzelnen Strauch und Baumbeständen, der östliche Bereich ist aktuell in Ackernutzung.

Der westliche Bereich des geplanten Baugebietes wurde im landesweiten Biotopkataster Rheinland-Pfalz im Jahr 2006 als schutzwürdiges Biotop (Biotoptyp "Feldgehölz" mit gesellschaftstypischer Artenkombination sowie Altholz, Biotop mit lokaler Bedeutung) erfasst. die Fläche besitzt aufgrund der Vorbelastung des Landschaftsraumes wie z.B. großflächige Gewerbebetriebe, intensive landwirtschaftliche Nutzung in einer ausgeräumten Landschaft, Zersiedelung durch Wohnbebauung etc. eine besondere Bedeutung für den Arten- und Biotopenschutz. Es handelt sich jedoch nicht um eine nach § 28 (3) LNatSchG besonders geschützte Fläche und der Bereich befindet sich nicht innerhalb eines nach europäischem Recht geschützten Gebietes.

Die faunistische Bedeutung des Feldgehölzes belegt u.a. das Vorkommen der streng geschützten Arten Grünspecht, Turteltaube und Zauneidechse.

(Das vorkommen von nach § 42 (1) BNatSchG geschützten Arten bedingt vor Umsetzung der Baumaßnahmen eine eventuelle artenschutzrechtliche Befreiung durch die Obere Naturschutzbehörde. Vorbedingung für geplante Bauvorhaben hinsichtlich des Artenschutzes ist die Vorlage von qualifizierten Planungsunterlagen zur Beurteilung, ob eine Befreiung nach § 62 BNatSchG notwendig wird und wenn ja, ob die Befreiungsvoraussetzungen vorliegen. ...)